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Konstruktion & Design

STL-Datei erstellen: So exportieren Sie druckfähig und vermeiden die 5 häufigsten Fehler

Lesezeit

11

Minuten

Autor

Yousef El-Bahrawy

Zuletzt aktualisiert:
16.10.2026

Eine STL-Datei erstellen dauert in jedem gängigen CAD-Programm nur wenige Klicks; ob daraus ein sauberes Bauteil wird, entscheiden aber die Einstellungen beim Export und eine kurze Kontrolle danach. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie eine druckfähige STL-Datei selbst exportieren, welche Fehler wir beim Dateicheck am häufigsten finden, wie Sie eine STL reparieren und wann es sinnvoller ist, das 3D-Modell erstellen zu lassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Format: Eine STL-Datei beschreibt nur die Oberfläche Ihres Bauteils als Netz aus Dreiecken, ohne Einheiten, Farben oder Konstruktionshistorie.
  • Export: Einheit Millimeter, ein geschlossener Volumenkörper und eine Auflösung, die Rundungen glatt abbildet, ohne die Datei aufzublähen.
  • Typische Fehler: offene Kanten, nicht-mannigfaltige Geometrie, gekippte Normalen und zu dünne Wände; viele davon erkennt schon ein kostenloser Viewer oder Slicer.
  • Erstellen lassen: Ohne CAD-Modell entsteht die Datei über CAD-Modellierung aus Skizze oder Zeichnung oder über einen 3D-Scan des vorhandenen Teils.
  • Grenzen: Automatische Reparatur schließt Löcher, korrigiert aber keine falschen Maße, fehlenden Passungen oder zu filigrane Konstruktionen.

Was eine STL-Datei ist und wann sie für den 3D-Druck reicht

Eine STL-Datei ist das gemeinsame Austauschformat zwischen Konstruktion und 3D-Drucker: Sie beschreibt die Oberfläche eines Bauteils als geschlossenes Netz aus Dreiecken, das der Slicer in Schichten zerlegt, und reicht damit für die Fertigung fast immer aus, für spätere Änderungen an Maßen oder Passungen dagegen kaum. Wer das versteht, wählt beim Export von Anfang an das passende Format.

Das Kürzel steht für Stereolithografie, das erste kommerzielle 3D-Druck-Verfahren, für das das Format ursprünglich entwickelt wurde. Ein Zylinder ist in der STL also kein echter Kreis mehr, sondern ein Vieleck aus vielen schmalen Dreiecksflächen. Je feiner diese Unterteilung (Fachbegriff: Tessellierung, also die Zerlegung einer Fläche in Dreiecke), desto runder wirkt das gedruckte Teil und desto größer wird die Datei. Im verbreiteten Binärformat belegt jedes Dreieck genau 50 Byte; eine Datei mit 200.000 Dreiecken hat damit rund 10 MB.

Wichtig für die Praxis: Eine STL enthält keine Einheit, keine Farbe, kein Material und keine Konstruktionsschritte. Der Drucker erfährt also nicht, ob „25,4" Millimeter oder Zoll bedeutet. Für Bauteile, an denen noch konstruiert werden soll, ist ein neutrales CAD-Format wie STEP deshalb die bessere Grundlage. Den Unterschied zeigt die folgende Tabelle.

KriteriumSTLSTEP3MF
InhaltDreiecksnetz der OberflächeExakte Volumen- und FlächengeometrieDreiecksnetz plus Zusatzinfos
EinheitenNicht gespeichertGespeichertGespeichert
Farbe, MaterialNeinNein (nur Geometrie)Möglich
Nachträglich konstruierbarKaum, nur NetzbearbeitungJa, in jedem CAD-ProgrammKaum, nur Netzbearbeitung
Typischer EinsatzDruckauftrag mit fertiger KonstruktionAuftrag mit Änderungswunsch, PassungenSlicer-Projekte, Mehrfarbdruck

Praxis-Tipp aus der Werkstatt: Schicken Sie uns zusätzlich zur STL immer die STEP-Datei mit, wenn Sie eine haben. Soll ein Bohrungsdurchmesser für eine Passung um 0,2 mm angepasst werden, ist das im STEP eine Sache von Minuten; in der STL müssten wir die Geometrie erst aufwendig zurückführen.

STL-Datei erstellen: der Export aus gängigen CAD-Programmen

Eine STL-Datei erstellen Sie in praktisch jedem CAD- und 3D-Programm über eine Export- oder „Speichern unter"-Funktion; entscheidend ist nicht der Menüpfad, sondern dass Sie einen bereinigten, geschlossenen Volumenkörper in Millimetern mit einer zur Bauteilgröße passenden Auflösung exportieren und das Ergebnis anschließend kontrollieren. Die Reihenfolge ist dabei in allen Programmen gleich, wie Abbildung 1 zeigt.

Bevor Sie exportieren, lohnt ein Blick in den Modellbaum: Ausgeblendete Hilfskörper, Skizzen und Bezugsebenen sollten nicht im Export landen. Besteht das Bauteil aus mehreren Körpern, die gemeinsam gedruckt werden, vereinigen Sie diese vorher zu einem Volumen. Sonst erhalten wir zwei ineinander geschobene Netze, und der Slicer rechnet an der Überlappung mit doppelten Wänden.

STL-Datei erstellen in 5 Schritten 1 Modell bereinigen Hilfskörper entfernen 2 Ein Volumen- körper Körper vereinigen 3 Export- einstellungen mm, binär, Auflösung 4 Kontrolle im Viewer/Slicer Maße, Netzfehler 5 Dateicheck beim Fertiger Machbarkeit prüfen Die Reihenfolge gilt für jedes Programm; nur Menünamen und Begriffe unterscheiden sich. braint3d.com

Abb. 1: Vom CAD-Modell zur druckfähigen STL-Datei in fünf Schritten (Quelle: Braint3d)

Parametrische CAD-Programme (Fusion, SolidWorks, Inventor, Onshape)

In parametrischen CAD-Programmen, also Programmen, in denen das Modell über Maße und Konstruktionsschritte aufgebaut wird, liegt die STL-Funktion meist im Export- oder Speichern-unter-Dialog. In Autodesk Fusion etwa führen laut Autodesk-Supportartikel zum STL-Export mehrere Wege zum Ziel, darunter ein Rechtsklick auf den Körper im Browser mit „Save As Mesh" oder „File > Export" mit Dateityp STL. Im „Save As Mesh"-Dialog wählen Sie zwischen STL binär, STL ASCII, 3MF und OBJ sowie die Einheit. Andere Programme nennen die Optionen anders, bieten aber dieselben drei Stellschrauben: Format, Einheit und Feinheit der Vernetzung.

Direktmodellierer und Freiform-Programme (SketchUp, Blender, Tinkercad)

Programme wie SketchUp, Blender oder das browserbasierte Tinkercad arbeiten direkt mit Flächen oder Netzen und exportieren STL ebenfalls über das Datei- oder Export-Menü. Hier liegt das Risiko weniger im Exportdialog als im Modell selbst: Gerade in SketchUp und Blender entstehen schnell Flächen ohne Dicke oder Körper, die nicht vollständig geschlossen sind. In der Ansicht sieht das perfekt aus, im Slicer fehlen dann einzelne Wände.

Exporteinstellungen: Auflösung, Toleranz und Einheiten richtig setzen

Die drei Einstellungen, die über die Qualität einer STL-Datei entscheiden, sind die Einheit, die Auflösung der Vernetzung und das Dateiformat binär oder ASCII; wer hier Millimeter, eine mittlere bis feine Auflösung und das Binärformat wählt, liegt für die allermeisten Bauteile richtig. Alles Weitere ist Feinabstimmung für sichtbare Rundungen und große Teile.

Auflösung: Abweichungs- und Winkeltoleranz

Viele CAD-Programme steuern die Vernetzung über zwei Werte. Die Abweichungstoleranz (auch Sehnenhöhe genannt) legt fest, wie weit die Dreiecksfläche maximal von der echten, gekrümmten CAD-Fläche abweichen darf. Die Winkeltoleranz bestimmt, wie stark der Winkel zwischen zwei benachbarten Dreiecken sein darf; ein kleinerer Wert ergibt glattere Rundungen, aber eine deutlich größere Datei. Programme mit Voreinstellungen wie „grob", „fein" oder „mittel bis hoch" setzen diese beiden Werte im Hintergrund.

Ist die Auflösung zu grob, sehen Sie auf dem gedruckten Teil Facetten: Bohrungen werden zu Vielecken, Radien zu Treppen. Bei SLA (Stereolithografie, Druck aus flüssigem Kunstharz) zeichnet das Verfahren solche Kanten wegen seiner hohen Detailauflösung besonders deutlich nach. Ist die Auflösung zu fein, wächst die Datei schnell auf mehrere hundert Megabyte, ohne dass der Drucker die zusätzlichen Dreiecke noch abbilden kann.

Einheiten und Dateiformat

Weil die STL keine Einheit speichert, interpretiert die Software beim Öffnen die Zahlen einfach als Millimeter. Ein Würfel, der in Zoll mit der Kantenlänge 1 konstruiert wurde, kommt dann als 1-mm-Würfel an; umgekehrt wird ein in Zentimetern exportiertes Teil zehnmal zu klein. Das binäre Format ist kompakter als die lesbare ASCII-Variante und wird von jedem Slicer gelesen. Wählen Sie ASCII nur, wenn ein Programm es ausdrücklich verlangt.

EinstellungEmpfehlungWas bei falscher Wahl passiert
EinheitMillimeterBauteil 10-fach, 25,4-fach oder 1.000-fach falsch skaliert
FormatBinärASCII: gleiche Geometrie, deutlich größere Datei
AuflösungMittel bis fein, bei sichtbaren Radien feinZu grob: Facetten; zu fein: riesige Datei ohne Qualitätsgewinn
UmfangEin Körper pro Datei oder bewusst zusammengefasstHilfskörper und überlappende Volumen landen im Druck
KoordinatenBauteil nahe am UrsprungTeil liegt im Slicer weit außerhalb der Druckplattform

Praxis-Tipp aus der Werkstatt: Unser Upload im Kontaktformular nimmt Dateien bis 10 MB entgegen. Liegt Ihre STL deutlich darüber, ist die Auflösung fast immer zu fein. Exportieren Sie mit einer Stufe gröber und vergleichen Sie im Viewer die engste Rundung: Sehen Sie keinen Unterschied, nehmen Sie die kleinere Datei.

Typische Fehler in STL-Dateien und woran Sie sie erkennen

Die häufigsten Fehler in STL-Dateien sind offene Kanten, nicht-mannigfaltige Geometrie, gekippte Normalen, sich überschneidende Flächen und zu dünne Wände; die ersten vier sind Netzfehler, die eine Software automatisch findet, der fünfte ist ein Konstruktionsfehler, den nur ein Blick auf Verfahren und Material aufdeckt. Abbildung 2 zeigt die vier Fehlerbilder, die uns beim Dateicheck am häufigsten begegnen.

Vier typische Fehler in STL-Dateien Offene Kante Loch im Netz, Körper nicht dicht Nicht mannigfaltig Drei oder mehr Flächen an einer Kante Gekippte Normale Fläche zeigt nach innen, innen und außen vertauscht druckbar zu dünn Zu dünne Wand Netz korrekt, aber nicht fertigbar braint3d.com

Abb. 2: Drei Netzfehler und ein Konstruktionsfehler, die beim Dateicheck am häufigsten auffallen (Quelle: Braint3d)

Offene Kanten und nicht-mannigfaltige Geometrie

Ein druckbares Netz muss „wasserdicht" sein: Jede Kante gehört zu genau zwei Dreiecken. Fehlt ein Dreieck, entsteht eine offene Kante, und der Slicer weiß nicht mehr, wo innen und außen ist. Nicht-mannigfaltig (englisch non-manifold) heißt eine Kante, an der drei oder mehr Flächen zusammentreffen, etwa wenn sich zwei Würfel nur an einer Kante berühren. Beides entsteht typischerweise durch nicht vereinigte Körper, beim Export einzelner Flächen statt Volumen oder durch Nachbearbeitung in Netzprogrammen.

Gekippte Normalen und Selbstüberschneidungen

Jedes Dreieck hat eine Normale, also eine Richtung, die nach außen zeigt. Ist sie gekippt, hält die Software die Fläche für eine Innenseite; im Slicer fehlen dann Wände oder Bereiche werden falsch gefüllt. Selbstüberschneidungen entstehen, wenn sich Teile desselben Netzes durchdringen, etwa bei Schrift, die nur auf die Oberfläche gelegt statt mit dem Körper vereinigt wurde. Viele Viewer zeigen gekippte Normalen als andersfarbige oder dunkle Flächen.

Zu dünne Wände und zu feine Details

Ein Netz kann formal fehlerfrei und trotzdem nicht fertigbar sein. Wie dünn eine Wand sein darf, hängt vom Verfahren ab: Beim FDM-Druck (Fused Deposition Modeling, Filament-Druck) bestimmt vor allem der Düsendurchmesser die kleinste Wandstärke, beim SLA-Druck die Stabilität des Harzes und die Ausrichtung im Bauraum. Eine Wand, die schmaler ist als eine Extrusionsbahn, lässt der Slicer oft einfach weg. Welche Mindestmaße für Ihr Bauteil gelten, klären wir im Dateicheck; einen Überblick über die konstruktiven Regeln gibt unser Beitrag Design trifft Engineering: der Weg zum druckreifen 3D-Modell.

STL reparieren: was Software automatisch kann und wo Reparatur endet

Eine STL reparieren Sie bei reinen Netzfehlern wie offenen Kanten, gekippten Normalen oder doppelten Dreiecken meist automatisch, entweder mit der Reparaturfunktion Ihres Slicers oder mit einem Netzprogramm wie Meshmixer oder Netfabb; Konstruktionsfehler wie falsche Maße oder zu dünne Wände behebt dagegen keine Automatik. Die bessere Reparatur ist fast immer ein sauberer Neuexport aus dem CAD.

Automatische Reparatur funktioniert gut, wenn die Fehler klein sind: ein paar fehlende Dreiecke, einzelne gekippte Flächen, doppelte Punkte. Bei größeren Löchern muss die Software raten, wie die fehlende Fläche aussehen soll, und schließt sie meist mit einer ebenen oder leicht gewölbten Füllfläche. Das ist für ein Dekorteil unkritisch, an einer Dichtfläche oder Passung aber ein echtes Problem.

„Die meisten Dateien, die bei uns mit Fehlern ankommen, sind in zehn Minuten repariert. Kritisch wird es erst, wenn die Reparatur an einer Stelle passiert, die später etwas abdichten oder aufnehmen muss. Deshalb schauen wir uns jede reparierte Fläche an, bevor das Teil in den Drucker geht."

– El-Bahrawy Yousef, Gründer Braint3d

Wo die STL-Reparatur an Grenzen stößt: Software schließt Löcher und richtet Normalen aus, aber sie weiß nicht, was das Bauteil leisten soll. Falsche Maße, fehlende Toleranzen für Passungen, zu dünne Stege oder ein Netz aus einem Scan mit großen Datenlücken lassen sich im Netz kaum sinnvoll korrigieren. In diesen Fällen ist eine neue Konstruktion im CAD der schnellere und verlässlichere Weg, entweder aus Ihrer Originaldatei oder als Rekonstruktion durch uns.

3D-Modell oder CAD-Zeichnung erstellen lassen: wann sich das lohnt

Ein 3D-Modell erstellen zu lassen lohnt sich immer dann, wenn kein CAD-Modell existiert, wenn das Bauteil Passungen oder Belastungen aufnehmen muss oder wenn die eigene Datei mehr Reparatur als Konstruktion braucht; die Grundlage kann eine Skizze, eine technische Zeichnung, ein Muster oder ein vorhandenes Altteil sein. Welcher Weg für Ihr Ausgangsmaterial passt, zeigt Abbildung 3.

Bei der 3D-CAD-Modellierung bauen wir aus Ihrer Vorlage ein vollparametrisches Modell auf, also eines, dessen Maße sich später gezielt ändern lassen. Daraus exportieren wir die STL für den Druck, und Sie erhalten auf Wunsch auch das CAD-Modell. Liegt nur das physische Teil vor, digitalisieren wir es per 3D-Scan und rekonstruieren daraus ein sauberes CAD-Modell. Wie das bei verschlissenen oder nicht mehr lieferbaren Teilen abläuft, beschreiben wir ausführlich im Beitrag Reverse Engineering und 3D-Scan.

Selbst exportieren oder erstellen lassen? Haben Sie ein CAD-Modell? Ja Nein STL selbst exportieren plus STEP, wenn vorhanden Gibt es ein physisches Teil? Ja Nein 3D-Scan und CAD-Rekonstruktion CAD-Modellierung aus Skizze oder Zeichnung Datei hat viele Fehler? Neuexport oder Überarbeitung im CAD statt Netzreparatur Am Ende jedes Weges steht eine geprüfte STL-Datei für den Druck. braint3d.com

Abb. 3: Entscheidungsbaum, welcher Weg zur druckfähigen STL-Datei zu Ihrem Ausgangsmaterial passt (Quelle: Braint3d)

Selbst erstellen oder erstellen lassen im direkten Vergleich

Ob Sie die STL-Datei selbst erstellen oder eine CAD-Zeichnung erstellen lassen, ist vor allem eine Frage von Erfahrung, Zeit und Anforderung an das Bauteil. Für ein Gehäuse mit Schnappverbindungen, ein Ersatzteil mit Passung oder eine Kleinserie, die später in größerer Stückzahl laufen soll, zahlt sich eine saubere parametrische Konstruktion aus.

KriteriumSelbst exportierenErstellen lassen
VoraussetzungEigenes CAD-Modell und ProgrammkenntnisSkizze, Zeichnung, Foto mit Maßen oder Muster
Geeignet fürEinfache Teile, eigene EntwicklungenPassungen, Ersatzteile, Serienteile, komplexe Formen
ErgebnisSTL in der Qualität Ihres ModellsParametrisches CAD-Modell plus geprüfte STL
Spätere ÄnderungenIm eigenen CADAuf Basis des parametrischen Modells
FertigungswissenLiegt bei IhnenFließt in die Konstruktion ein
Kein CAD-Modell vorhanden?

Skizze, Zeichnung oder Altteil? Wir erstellen das 3D-Modell.

Wir konstruieren Ihr Bauteil parametrisch oder digitalisieren es per 3D-Scan und liefern die geprüfte Druckdatei gleich mit. Das Erstgespräch ist kostenlos, inklusive Einschätzung, welcher Weg für Ihr Teil der sinnvollste ist.

Jetzt anfragen

So läuft der Dateicheck vor dem Druck ab

Beim Dateicheck prüfen wir Ihre STL-Datei vor jedem Angebot auf Netzfehler, Maßstab und Fertigbarkeit im passenden Verfahren und geben Ihnen eine konkrete Rückmeldung, ob das Teil so druckbar ist oder was angepasst werden sollte; dieser Check ist bei Braint3d kostenlos und Teil jedes Erstgesprächs. Damit fällt ein Fehler auf, bevor er Material und Zeit kostet.

Zuerst kontrollieren wir, ob das Netz geschlossen ist und die Abmessungen plausibel sind; ein Gehäuse mit 3 mm Kantenlänge ist meist ein Einheitenfehler, kein Miniaturauftrag. Danach prüfen wir Wandstärken, feine Details und Überhänge im Hinblick auf das Verfahren. Ob FDM oder SLA besser zu Ihrem Bauteil passt, hängt von Detailgrad, Oberfläche und Belastung ab, und genau das besprechen wir mit Ihnen. Zuletzt legen wir die Druckausrichtung fest, weil sie Festigkeit, Oberfläche und Stützstrukturen beeinflusst.

Für Sie heißt das: Sie müssen kein Netzexperte sein, um ein gutes Teil zu bekommen. Hilfreich sind neben der STL die STEP-Datei, die gewünschte Stückzahl zwischen 1 und 5.000, der Einsatzzweck und Hinweise auf Flächen mit Passungen oder Gewinden. Für nicht mehr lieferbare Bauteile finden Sie zusätzliche Informationen auf unserer Seite zu Ersatzteilen aus dem 3D-Drucker.

„Die meisten Anfragen scheitern nicht am Drucker, sondern an der Datei. Deshalb machen wir den Dateicheck vor jedem Angebot: Das spart beiden Seiten Zeit und böse Überraschungen."

– Rajaei Hajiagha Arya, Gründer Braint3d

Praxis-Tipp aus der Werkstatt: Öffnen Sie Ihre STL vor dem Versand einmal in einem kostenlosen Slicer und lassen Sie die Schichtvorschau durchlaufen. Fehlende Wände, leere Bereiche oder ein winziges Bauteil auf der Druckplatte sehen Sie dort in unter einer Minute, auch ohne Erfahrung mit Netzreparatur.

Kostenloser Dateicheck

STL-Datei fertig? Wir prüfen sie vor dem Druck.

Senden Sie uns Ihre STL- oder STEP-Datei: Wir prüfen Netz, Maße und Fertigbarkeit und empfehlen Verfahren und Material. Gefertigt wird in unserer Wiener Werkstatt, geliefert in ganz Österreich und nach Deutschland.

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Häufige Fragen zum STL-Datei erstellen

Mit welchem Programm kann ich als Einsteiger eine STL-Datei erstellen?

Für einfache Formen eignen sich browserbasierte Einsteigerprogramme wie Tinkercad, die STL direkt exportieren. Für technische Teile mit genauen Maßen ist ein parametrisches CAD-Programm wie Fusion, Onshape oder FreeCAD die bessere Wahl, weil sich Maße dort später gezielt ändern lassen. SketchUp und Blender funktionieren auch, erfordern aber mehr Sorgfalt bei geschlossenen Volumen.

Kann man eine STL-Datei aus einem Foto erstellen?

Aus einem einzelnen Foto entsteht kein maßhaltiges 3D-Modell, weil Tiefeninformation und genaue Abmessungen fehlen. Für flache Motive wie Reliefs oder Logos gibt es Umwandlungswerkzeuge. Für technische Teile brauchen Sie eine Zeichnung mit Maßen, das Teil selbst für einen 3D-Scan oder eine CAD-Konstruktion auf Basis von Fotos plus gemessenen Hauptmaßen.

Kann ich eine STL-Datei nachträglich ändern?

Kleine Änderungen wie Skalieren, Schneiden oder das Hinzufügen einfacher Formen sind in Netzprogrammen und vielen Slicern möglich. Maße gezielt ändern, etwa einen Bohrungsdurchmesser oder eine Wandstärke, lässt sich in einer STL kaum sauber umsetzen. Dafür ist das ursprüngliche CAD-Modell oder eine STEP-Datei nötig; fehlt beides, muss das Teil neu konstruiert werden.

Warum ist mein Bauteil im Slicer viel zu klein oder zu groß?

Fast immer liegt ein Einheitenfehler vor, weil eine STL-Datei keine Einheit speichert. Wurde in Zoll exportiert und in Millimetern geöffnet, ist das Teil um den Faktor 25,4 zu klein; bei Zentimetern um den Faktor 10. Exportieren Sie in Millimetern neu, statt im Slicer zu skalieren, damit Maße exakt bleiben.

Was kostet es, ein 3D-Modell erstellen zu lassen?

Die Kosten hängen vor allem von der Komplexität der Geometrie, der Qualität der Vorlage und den Anforderungen an Passungen ab. Eine bemaßte Zeichnung lässt sich schneller umsetzen als ein Altteil, das erst gescannt und rekonstruiert werden muss. Eine konkrete Einschätzung erhalten Sie im kostenlosen Erstgespräch, nachdem wir Ihre Unterlagen gesehen haben.

Fazit: Eine gute STL-Datei entsteht im CAD, nicht in der Reparatur

Eine STL-Datei erstellen Sie zuverlässig, wenn das Modell als geschlossener Volumenkörper vorliegt und Sie in Millimetern, im Binärformat und mit einer zur Bauteilgröße passenden Auflösung exportieren. Reparaturwerkzeuge sind eine gute Hilfe für kleine Netzfehler, ersetzen aber keine saubere Konstruktion mit fertigungsgerechten Wandstärken und Passungen. Fehlt das CAD-Modell oder ist die Datei mehr Baustelle als Bauteil, ist es meist schneller und günstiger, das 3D-Modell über unsere CAD-Modellierung und den 3D-Scan erstellen zu lassen.

Senden Sie uns Ihre Datei oder Ihre Idee über das Kontaktformular: Erstgespräch und Dateicheck sind kostenlos. Wir fertigen in Wien von 1 bis 5.000 Stück und liefern in ganz Österreich und nach Deutschland. Lieber direkt sprechen? Sie erreichen uns telefonisch unter +43 670 6590066.

Rajaei Hajiagha Arya & El-Bahrawy Yousef

Gründer, Braint3d OG

Rajaei Hajiagha Arya und El-Bahrawy Yousef sind die Gründer der Braint3d OG in Wien. Ihr Team begleitet Industriekunden, Entwickler und Privatkunden von der Idee bis zum fertigen Bauteil: 3D-Scan, CAD-Konstruktion, FDM- und SLA-Druck von 1 bis 5.000 Stück sowie Reparatur und Wartung von 3D-Druckern, unter anderem in Partnerschaft mit der Stadt Wien im Bildungsbereich. Jede Anfrage startet mit einem kostenlosen Erstgespräch inklusive Dateicheck.

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