Eine Automatisierungsanlage stand still, der Timing Shaft war defekt, technische Unterlagen gab es nicht. Wir haben das Bauteil mit einer eigens gedruckten Messvorrichtung vermessen, inklusive interner Hydraulikkanäle konstruiert und eine Fertigungszeichnung nach DIN ISO 2768-1M erstellt. Ein SLA-Funktionsmuster bestätigte die Passung.
Bei einer Automatisierungsanlage war der Timing Shaft defekt, und es gab keine technischen Unterlagen. Der Kunde stellte das fehlerhafte Teil am Sonntag zur Verfügung, damit Braint3d über das Wochenende Konstruktion und Fertigungszeichnung anfertigen konnte.
Der rund 25 Zentimeter lange Shaft besitzt interne Kanäle, durch die Hydraulikflüssigkeit für die Timing-Steuerung zirkuliert. Einfaches 3D-Scanning reichte nicht aus: Wir haben eine spezielle Messhilfs-Vorrichtung im 3D-Druck gefertigt, um präzise Referenzkanten und genaue Abmessungen zu schaffen. Mit ihr wurde das Original vermessen und alle Details dokumentiert.
Die CAD-Konstruktion berücksichtigt jedes Detail, inklusive aller internen Kanäle und ihrer Verläufe. Die Fertigungszeichnung wurde vollständig nach DIN ISO 2768-1M mit präzisen Toleranzen erstellt. Die reine Konstruktionszeit betrug mindestens zwei Werktage.
Zur Prüfung fertigten wir ein Funktionsmuster im SLA-Druck, das direkt in der Maschine eingebaut und getestet wurde. Sobald das Muster passte, fertigte der Kunde das finale Teil in Metall.
Das Projekt zeigt, wie präzises Reverse Engineering mit modernen Fertigungstechniken auch hochkomplexe Maschinenbauteile zuverlässig rekonstruiert.